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Limango · Shopping-Club und Marktplatz

Limango und Odoo: Was die Anbindung von Shopping-Club und Marktplatz wirklich verlangt

Limango hat zwei Kanäle: den Shopping-Club, der in Kampagnen von wenigen Tagen verkauft, und einen Marktplatz mit dauerhaftem Sortiment auf Mirakl-Basis. Beide verlangen in Odoo einen eigenen Ablauf. Einen fertigen Limango-Connector haben wir nicht – das ist Individualentwicklung, und hier steht, was dabei zu lösen ist.

Versandvorbereitung in Odoo nach dem Ende einer Kampagne

Das Wichtigste zuerst: Wir haben keinen fertigen Limango-Connector. Falls Sie ein Odoo-Modul suchen, das man installiert und dann vergessen kann: In unserem Katalog gibt es keins, und ein speziell für Limango gebautes kennen wir auch nicht. Was wir Ihnen erklären können: wie die beiden Kanäle von Limango funktionieren und was in Odoo geklärt sein muss, bevor die erste Bestellung eingeht.

Limango hat zwei Kanäle: Shopping-Club und Marktplatz

Limango ist ein deutscher Shopping-Club aus der Otto Group, der sich vor allem an Familien richtet. Im Club liegt der Unterschied zu einem Marktplatz nicht in der Größe, sondern im Kalender: Eine Kampagne startet, läuft wenige Tage und endet wieder. Außerhalb dieses Zeitfensters gibt es Ihr Produkt für den Käufer nicht, innerhalb bündelt sich die gesamte Nachfrage. Daneben betreibt Limango einen Marktplatz mit dauerhaftem Sortiment, auf dem Händler direkt an die Kunden versenden – und dieser Marktplatz läuft auf Mirakl. Das sind zwei Kanäle mit unterschiedlichen Regeln. Klären Sie deshalb, auf welchem Sie verkaufen, bevor Sie irgendetwas planen.

Im Club bestimmt das kurze Zeitfenster fast alles andere

Eine Kampagne bündelt in wenigen Tagen Verkäufe, die sich in einem anderen Kanal über Wochen verteilen würden. Daraus folgen zwei Dinge für den Betrieb. Erstens: Die für die Kampagne zugesagten Einheiten dürfen in Ihren übrigen Kanälen nicht weiter angeboten werden, sonst verkaufen Sie dieselbe Einheit zweimal. Zweitens: Die Kommissionierspitze kommt mit dem Kampagnenende auf einen Schlag, nicht nach und nach. Ein Odoo, das zwanzig Bestellungen am Tag mühelos schafft, gerät bei sechshundert an einem Vormittag ins Stocken, wenn geplante Aktionen und Kommissionierwege nicht für diese Spitze ausgelegt sind.

Bevor Sie einer Kampagne zusagen, lassen Sie sich zwei Zahlen nennen: wie viele Einheiten Sie binden und wie viel Zeit Ihnen ab Kampagnenende bleibt. Mit diesen beiden Zahlen wissen Sie, ob das in Ihr Lager passt. Ohne sie ist jede Planung Wunschdenken.

Zwei Kanäle, zwei verschiedene Abläufe in Odoo

Bei einem Shopping-Club ist es üblich, dass Sie nach Kampagnenende die gebündelte Ware an das Lager des Clubs liefern und der Club sie verteilt. In Odoo ist das ein großer Verkaufsauftrag mit seiner Lieferung und fast immer ein Lieferavis mit den Packstückdaten. Beim Marktplatz ist es umgekehrt: Sie versenden jedes Paket aus Ihrer eigenen Logistik direkt an den Endkunden, mit beiliegendem Retourenlabel, und die Bestellungen gehen einzeln ein. Verlangt Ihr Club-Vertrag, dass Sie Endkunden im Namen von Limango beliefern, ähnelt der Ablauf dem Dropshipping im Auftrag von Händlern (Beitrag auf Englisch). Wer die Anbindung für das eine Modell baut und erst später merkt, dass es das andere ist, fängt von vorn an.

Erst die Spezifikation, dann das Angebot

Auf dem Marktplatz läuft der Datenaustausch über Mirakl: Katalog und Angebote als CSV, XML oder XLSX, per SFTP oder über die API – und die Seller-API von Mirakl ist dokumentiert. Limango nennt außerdem Middleware-Partner für die Anbindung, darunter Tradebyte, ChannelEngine, JTL, plentyONE und Billbee. Beim Club sieht es anders aus: Eine öffentliche, dokumentierte API haben wir dafür nicht gefunden, und was Sie bekommen, hängt von Ihrem Lieferantenvertrag ab und von dem Team, das Sie als Lieferanten aufnimmt. Egal über welchen Kanal: Solange die Spezifikation nicht auf dem Tisch liegt, kann Ihnen niemand seriös sagen, wie viel Aufwand entsteht. Fünf Fragen schaffen Klarheit: Welches Format? Über welchen Weg? In welchem Takt? Welche Felder sind Pflicht? Und wer stellt das Versandlabel?

Was Odoo braucht – unabhängig vom Format

Was sich ändert, ist der Transportweg der Daten, nicht die eigentliche Arbeit. Die externe Bestellreferenz muss in Odoo gespeichert und vor jeder Anlage geprüft werden, sonst erzeugt schon der erste erneute Abruf doppelte Aufträge. Sie brauchen eine ausdrückliche Zuordnung zwischen dem Artikelcode von Limango und Ihrem Produkt, in der Regel über die EAN, in einer Tabelle, die jemand prüfen kann. Der Kampagnenpreis gehört in eine eigene Preisliste, nicht als von Hand eingetippter Rabatt in jede einzelne Zeile. Und die zugesagte Frist muss auf dem Lieferschein stehen, denn dort sieht sie, wer kommissioniert.

Wir haben keinen Limango-Connector: Das ist Individualentwicklung

Ganz offen: In unserem Katalog mit 117 Modulen finden Sie Amazon, Shopify, Mirakl, AliExpress, Temu, ManoMano, ChannelEngine und WooCommerce – aber kein Limango. Wir haben einen Mirakl-Connector veröffentlicht, der naheliegende Ausgangspunkt für den Marktplatz. Gegen die Limango-Instanz haben wir ihn aber nicht getestet und verkaufen ihn deshalb nicht als Limango-Connector: Jeder Mirakl-Betreiber legt eigene Kategorien, Attribute und Pflichtfelder fest, und der Kampagnen-Club kann über einen ganz anderen Weg laufen. Eine Limango-Anbindung ist Individualentwicklung auf derselben Grundlage wie unsere veröffentlichten Connectoren: eine Job-Queue mit idempotenten Wiederholungen, ein Protokoll über alles, was hinein- und hinausgeht, und Tests unter Odoo 17, 18 und 19.

Wann sich die Anbindung nicht lohnt

Wenn Limango für Sie zwei Kampagnen im Jahr und dreihundert Bestellungen bedeutet, lohnt sich keine Anbindung: Exportieren Sie die Bestelldatei, importieren Sie sie mit dem Standard-Importassistenten in Odoo und investieren Sie das Geld an anderer Stelle. Die Entwicklung rechnet sich erst, wenn Kampagnen regelmäßig laufen, wenn derselbe Bestand über mehrere Kanäle verkauft wird und echte Überverkaufsgefahr besteht oder wenn die Frist ab Kampagnenende so knapp ist, dass Handarbeit schlicht nicht mehr hineinpasst. Wie sich der Bestand auf mehrere Kanäle verteilen lässt, zeigt der Beitrag Mehrere Marktplätze in einem Odoo (auf Englisch).

Häufige Fragen

Haben Sie einen Limango-Connector für Odoo?

Nein. Es gibt kein veröffentlichtes Limango-Modul, und wir geben auch nicht vor, eines zu haben. Unser Mirakl-Connector ist veröffentlicht, aber nicht gegen Limango getestet. Die Anbindung ist Individualentwicklung, und der Umfang hängt von der Spezifikation ab, die Limango Ihnen gibt.

Gibt es eine öffentliche Limango-API?

Das hängt vom Kanal ab. Der Marktplatz läuft auf Mirakl, dessen Seller-API dokumentiert ist. Für den Kampagnen-Club haben wir keine öffentliche API gefunden: Der Austausch wird beim Lieferanten-Onboarding festgelegt. Lassen Sie sich das schriftlich geben, bevor irgendjemand kalkuliert.

Lässt sich dieselbe Entwicklung für andere Shopping-Clubs nutzen?

Die Grundlage schon: Kampagnenbestellungen, externe Referenz, EAN-Zuordnung und Fristen. Was sich jedes Mal ändert, sind das Dateiformat und die Frage, wer das Versandlabel stellt.

Nützliche Links bei FlexigoTech

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Sie starten bei Limango und wissen nicht, wo Sie anfangen sollen?

Schicken Sie uns die Spezifikation, die Sie erhalten haben, und sagen Sie uns, über welchen Kanal Sie verkaufen: Kampagnen im Club oder Marktplatz. Wir sagen Ihnen, was sich automatisieren lässt, was sich noch nicht lohnt und wo wir anfangen würden. Schreiben Sie an comercial@flexigobe.com oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

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