Skip to main content
Kosmetik und Gesundheit · Deutschland

Kosmetik und Gesundheitsprodukte bei Douglas und Shop Apotheke aus Odoo verkaufen: was das Produkt verlangt, bevor es um die API geht

Einen veröffentlichten Connector für Douglas oder Shop Apotheke haben wir nicht – das vorweg. Ob der Verkauf dort aus Odoo funktioniert, entscheidet ohnehin nicht die API, sondern Chargen, Haltbarkeitsdaten, das, was in jedem Land verkauft werden darf, und die Pflichtangaben im Angebot.

Produktkatalog in Odoo mit Artikelnummern und Beständen

Wenn Sie hier gelandet sind, weil Sie einen Odoo-Connector für Douglas oder Shop Apotheke suchen, zuerst die kurze Antwort: Für keinen der beiden haben wir einen veröffentlichten Connector. Was wir Ihnen sagen können: wo solche Projekte hängen bleiben – und das ist fast nie die API. Bei Kosmetik und Gesundheitsprodukten bringt das Produkt selbst Pflichten mit, die ein Elektronik-Marktplatz nicht kennt: Charge, Haltbarkeit, unterschiedliche Vorschriften je Land und Angebotsdaten, nach denen Ihr eigener Shop nie gefragt hat. Stimmt das in Odoo nicht, rettet es auch keine Middleware.

Zuerst: Welchen Integrationsweg bietet der Betreiber an?

Bevor irgendetwas kalkuliert wird, muss klar sein, wie der Betreiber Ihre Angebote empfangen will und wie er Bestellungen zurückgibt. Es gibt drei Fälle, und sie verändern den Aufwand grundlegend. Läuft der Marktplatz auf Mirakl, deckt unser Connector die Basis ab, und es fehlt nur das Betreiberprofil – so wie bei Superdrug, einem anderen Betreiber aus dem Bereich Gesundheit und Schönheit (warum ein Connector für viele Betreiber reicht, erklärt Mirakl and Odoo, auf Englisch). Arbeiten Sie bereits mit einem Aggregator wie ChannelEngine und ist der Betreiber dort angebunden, führt auch dieser Weg zum Ziel. Gibt es eine eigene API oder nur einen Datei-Upload, ist es eine individuelle Entwicklung. Die Technik eines Betreibers setzen wir nie einfach voraus: Sie wird anhand seiner Onboarding-Dokumentation bestätigt.

Chargen und Haltbarkeit: Odoo kann das, aber es muss vorher aktiviert sein

Ein Kosmetikprodukt braucht von Gesetzes wegen eine Chargennummer und, wenn es 30 Monate oder kürzer haltbar ist, ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Odoo beherrscht beides im Standard, auch in der Community-Version: Chargenverfolgung, Ablaufdaten pro Charge und die Entnahmestrategie FEFO, die zuerst ausliefert, was zuerst abläuft. Schwierig wird es, wenn man das bei vollem Lager einschaltet: Jede Einheit im Regal braucht ihre Charge, und das bedeutet Inventur, Artikel für Artikel. Das gehört vor den Start des Kanals, nicht in die Phase, in der schon Bestellungen eingehen.

Der Bestand, den Sie veröffentlichen, ist nicht Ihr Bestand, sondern der Bestand mit ausreichender Resthaltbarkeit. Verlangt ein Betreiber eine Mindestrestlaufzeit bei Lieferung, gehören Einheiten, die sie nicht erreichen, nicht ins Angebot – auch wenn sie im Regal stehen. Odoo speichert pro Charge ein Entnahmedatum, zieht es aber nicht von selbst vom verfügbaren Bestand ab. Das muss die Anbindung erledigen, wenn sie die gemeldete Menge berechnet.

Rückverfolgbarkeit: Die Frage kommt am Tag des Rückrufs

Um Rückverfolgbarkeit kümmert sich niemand, bis ein Hersteller eine Charge zurückruft. An diesem Tag müssen Sie innerhalb weniger Stunden beantworten, an wen verkauft wurde, über welchen Kanal und unter welcher Bestellnummer des Marktplatzes. In Odoo liefert der Rückverfolgbarkeitsbericht der Charge die Antwort – vorausgesetzt, die Charge wurde beim Kommissionieren erfasst und nicht nachträglich aus dem Gedächtnis. Das heißt: Scanner in der Kommissionierung und die Bestellreferenz des Betreibers am Odoo-Auftrag. Fehlt eines von beiden, existiert die Rückverfolgbarkeit auf dem Papier, aber nicht in den Daten.

Länderbeschränkungen: Was anderswo erlaubt ist, gilt in Deutschland nicht automatisch

Apothekenpflichtige Arzneimittel darf in Deutschland nur eine Apotheke mit Erlaubnis verkaufen. Für einen externen Händler bleiben Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte, die nicht apothekenpflichtig sind – und jede Gruppe hat ihre eigenen Regeln. Nahrungsergänzungsmittel müssen spätestens beim ersten Inverkehrbringen beim BVL angezeigt werden, und die zulässigen Pflanzenstoffe sind EU-weit nicht harmonisiert: Was in einem anderen EU-Land verkauft wird, kann hier durchfallen. Parfüm enthält Alkohol und reist als Gefahrgut, was die Auswahl der Versanddienstleister einschränkt. In Odoo bildet man das mit Merkmalen am Produkt ab, die die Veröffentlichung je Land oder Kanal sperren. Besser, Ihr ERP bremst, als dass der Betreiber ablehnt oder eine Abmahnung ins Haus kommt.

Angebotsdaten: was Ihr eigener Shop nie verlangt hat

Ein Kosmetikangebot auf einem deutschen Marktplatz braucht deutlich mehr als Titel, Foto und EAN: INCI-Liste, Nenninhalt, Grundpreis nach Preisangabenverordnung, Warnhinweise auf Deutsch sowie Name und Anschrift des Herstellers und, sitzt dieser außerhalb der EU, der verantwortlichen Person in der EU – seit der Produktsicherheitsverordnung (GPSR) direkt im Online-Angebot. Wer an Verbraucher in Deutschland verkauft, muss außerdem im Verpackungsregister LUCID registriert sein. Liegen diese Daten in einer Tabelle neben Odoo, wird jede neue Artikelanlage zum fehleranfälligen Copy-and-paste. Sie gehören als Felder ans Produkt in Odoo.

Wann Sie keinen Connector brauchen

Wenn Sie wenige Artikel listen, das Volumen niedrig ist und der Betreiber einen Datei-Upload im Portal anbietet, reicht das: Odoo exportiert die Datei, und Bestellungen sind in Minuten von Hand erfasst. Automatisierung lohnt sich, wenn das Abtippen von Bestellungen, Bestandsupdates und Sendungsnummern jede Woche Stunden kostet oder ein Bestandsfehler bereits zu einer Sanktion durch den Betreiber geführt hat. Und wenn Sie eigentlich die Regulatorik bremst – verantwortliche Person, Notifizierung im europäischen Kosmetikportal CPNP, Verpackungsregistrierung –, löst das keine Software. Das ist Arbeit für Ihre regulatorische Beratung, nicht für uns.

Was wir tun

Zwei Dinge, in Odoo 17, 18 und 19. Erstens: Odoo für die Branche vorbereiten – Chargen, Haltbarkeitsdaten, FEFO, regulatorische Angaben am Produkt und Sperre der Veröffentlichung je Land. Das nützt jedem Kanal, nicht nur diesen beiden. Zweitens: die individuelle Anbindung an den Betreiber – auf Basis unseres Mirakl-Connectors, wenn der Marktplatz auf Mirakl läuft, andernfalls über seine API oder seine Dateischnittstelle. Was das kostet, hängt von diesem Weg ab, davon, wie viele Kategorien und Attribute der Betreiber verlangt, und davon, ob die Charge bis zu ihm übertragen werden muss.

Häufige Fragen

Haben Sie einen Connector für Douglas oder Shop Apotheke?

Keinen veröffentlichten. Er wird individuell entwickelt, je nachdem, welchen Integrationsweg der Betreiber anbietet; ist es Mirakl, starten wir mit unserem Mirakl-Connector, und der Aufwand ist deutlich kleiner.

Reicht eine Middleware nicht aus?

Kann sein – wenn Sie ohnehin schon eine bezahlen und sie den Betreiber abdeckt. Aber eine Middleware bewegt Bestellungen und Bestand: Chargen, Haltbarkeitsdaten und Länderbeschränkungen müssen trotzdem in Odoo stimmen, denn die Middleware kopiert nur, was Odoo ihr liefert.

Darf ein Händler ohne Apotheke Arzneimittel auf einem deutschen Apotheken-Marktplatz verkaufen?

Apothekenpflichtige Arzneimittel nicht: Die darf in Deutschland nur eine Apotheke mit Erlaubnis abgeben. Welche Kategorien ein Betreiber zulässt, regelt sein Vertrag – klären Sie das, bevor Sie den Katalog vorbereiten.

Nützliche Links bei FlexigoTech

Individuelle AnbindungenÜber API oder Dateischnittstelle des Betreibers, wenn es keinen fertigen Connector gibtMirakl-Connector für OdooDie Basis, wenn der Betreiber auf Mirakl setztSuperdrug-Profil für den Mirakl-ConnectorEin Betreiber für Gesundheit und Schönheit, bereits veröffentlicht

Sie verkaufen Kosmetik oder Gesundheitsprodukte und wollen bei Douglas oder Shop Apotheke verkaufen?

Nennen Sie uns den Betreiber, die Zahl der Artikel und ob Sie in Odoo bereits Chargen führen. Wir sagen Ihnen, welcher Integrationsweg sinnvoll ist und was am Produkt vorbereitet sein muss, bevor Sie sich bewerben. Schreiben Sie an comercial@flexigobe.com.

Mit einem Ingenieur sprechen